Einlass: 17:30 Uhr / Beginn: 18:30 Uhr

21:30 Uhr
KETTCAR
Indie-Rock aus Hamburg

Kettcar

Kettcar sind mit Hannover sehr verbunden: Zu ihren ersten Auftritten gehörten Anfang des Jahrtausends Konzerte im Béi Chéz Heinz, die Zahl der Fans wuchs stetig und zuletzt war das Capitol bei ihrem Gig in kurzer Zeit ausverkauft. Kettcar waren schon immer eine politische Band, doch so konkret wie auf ihrem aktuellen Album „Ich vs. Wir“ sind sie noch nie gewesen. Sie beziehen Position in einer Zeit der Konturlosigkeit, gönnen sich Haltung, wo Kuscheln, Kungeln und übertriebenes Verständnis vorherrschen, greifen an, wo die meisten sich doch nur wohlfühlen und arrangieren wollen. Die fünf Hamburger formulieren so treffend, dass man hinter jeden Song einen Haken machen möchte, weil sie so Recht haben. Ihre Lieder sind wie ein Weckruf, nicht zynisch zu werden, nicht klein beizugeben, sich nicht zu vergraben in einer Welt, in der es keine einfachen Lösungen gibt, und vor allem sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Doch die Songs von Kettcar sind keine trockenen, soziologisch-politischen Abhandlungen, sondern immer nah am Menschen erzählt und in ihrer mitreißenden Musik mischt sich Melancholie mit Euphorie, die gleichermaßen Kopf und Körper anspricht. Vom hemdsärmeligen Heartland-Punk bis zu schlauen Adult-Pop-Miniaturen und von Wave-Anleihen bis zu Philharmonie-Momenten.

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20:20 Uhr
ISOLATION BERLIN
No Wave und Post-Punk aus Berlin

Isolation Berlin

Wenn es momentan eine Band schafft, Menschen durch ein mitteljunges Großstadtleben zu begleiten, dann ist das Isolation Berlin. Denn was wir auch anstellen mit unseren Zwanzigern: Tobias Bamborschke und Band sind schon dort. Ihre zweite Platte „Vergifte Dich“ führt die Entwicklung fort: „Ich war schon überall, ich hab alles schon erlebt“, nölt Bamborschke in der Single „Kicks“, taumelnd zwischen Apathie und Angriffslust. Hallo DAF, hallo Selbstverschwendung. Körperlicher, zwingender als bislang brechen sich No Wave und Post-Punk hier Bahn – in den Nacht-Momenten der Platte hingegen klingt die Gitarre sacht und traurig wie Neuschnee auf dreckigem Asphalt.

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19:20 Uhr
THE DISTRICTS
Indie-Rock aus Pennsylvania

The Districts

Die Musik von The Districts zeichnet sich durch eine hohe Strahlkraft aus, die in der Rock-Tradition von Built To Spill, dem Indie-Rock der Strokes oder dem Blues-Rock der Black Keys steht. 2015 kürte BBC Radio sie zur „New favourite band“. The Districts behaupten von sich selbst, ganz im Moment zu existieren und sich spontan immer weiterzuentwickeln. Ihre explosive Musik lässt die gängigen Genre-Grenzen verschwimmen und macht sie dadurch so spannend und aufregend.

thedistrictsband.com
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18:30 Uhr
FORTUNA EHRENFELD
Indie-Pop aus Köln

Fortuna Ehrenfeld

Fortuna Ehrenfeld spielen auf feinen Festivals wie dem Haldern oder dem Orange Blossom. Im Garten Deiner Nachbarn. Im Vorprogramm von Kettcar. Und immer mehr auch auf eigene Faust und auf eigenen Shows. Und das ist besonders, weil da oben drei Leute stehen und eine Nummer hinlegen, wie man sie hierzulande kein zweites Mal geliefert bekommt: Poesie ohne Kitsch. Gefühl ohne Kalkül. Musikalische Präzision ohne Mucker-Allüren. Und eben auch eine ordentliche Portion Weirdness, Wahnsinn und künstlerisches Risiko. Wenn der Bogen von Tresen-Balladen bis zu Dance-Beats reicht, von Dada bis Weill, vom Stecknadel-Fall bis zur Blaskapelle, und wenn das alles gesungen wird von einem Typen, der im Pyjama und mit Bärentatzen-Schuhen auf die Bühne kommt, kann es eine Band ganz schnell vom Drahtseil fegen. Doch Fortuna Ehrenfeld wackeln nicht und zaudern nicht. Sondern liefern ab. Mit großem Herz. Und mit einer Extra-Portion Flausen, die ihnen schön chaotisch durchs Oberstübchen flattert.

antispecht.de/fortuna
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