Zugezogen Maskulin
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Da ist dieses Land, so kalt und grau. Ein Land, das so vielen eine Heimat sein könnte, doch nur so wenigen eine Heimat sein will und das sich dann immer beklagt, nicht genug geliebt zu werden. Da ist dieses Land, zwischen Bergen und Meer, dazwischen „Steine und Draht“, hin und hergerissen von der eigenen Geschichte, so verloren, im Strom der Zeit, weil Länder immer verloren sind und sowieso nur dort existieren, wo das Gehirn sitzt.

„Alle gegen Alle“, das neue Album von Zugezogen Maskulin, ist das stille Statement einer wütenden Band. Auf Beats, die überwiegend von Silkersoft produziert wurden, knüpfen sie nahtlos an ihr Debüt-Album „Alles brennt“ an und machen trotzdem alles anders. „Alle gegen Alle“ ist ein krachendes Album einer Band, die sich in die dunklen Kammern der eigenen Vergangenheit zurückgezogen hat und nicht wegschaut, wenn sie an die eigenen Untiefen herantritt. Ein Album wie eine Zugfahrt durch ein Land, in dem man vor Jahren schon einmal gewesen ist. Eine Zugfahrt hinein in die Welt aus Glas-Fassaden und Beton, zurück auf den Bolzplatz und ins Kinderzimmer zwischen Bong und Hansa-Schal, dorthin ins Moor zwischen reetgedeckten Häusern und dem roten Bonanza-Rad, wo man früher einmal zu Hause war und heute nicht mehr zu Hause sein kann, weil man in der Zwischenzeit den Bordstein und die Skyline gesehen hat.

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Musikbühne, Sonntag, 5. August 2018, 20.45 Uhr