Abstürzende Brieftauben
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Sie waren die Erfinder des Fun Punk. Sie verkauften mehr als eine halbe Million Tonträger und waren ebenso auf dem Cover der Bravo, wie in den Indie-Charts der Spex: Die Abstürzenden Brieftauben wurden 1983 gegründet und bestanden aus Konrad Kittner und Mirco „Micro“ Bogumil. Der Name der Band ist eine offensichtliche Verballhornung der erfolgreichen Industrial-Band Einstürzende Neubauten. Während der Konzerte lud die Band die Konzertbesucher zum Stagediving und verzichtete hierfür auf die üblichen Absperrgitter und Security. 2006 verstarb Gründungsmitglied Konrad Carls, Sohn des Kabarettisten Dietrich Kittner, im Alter von 44 Jahren überraschend an Herzstillstand beim Ausführen seines Hundes.

Mitte 2013 gab Micro bekannt, wieder mit den Brieftauben aufzutreten. Mit Olli am Schlagzeug („Band ohne Anspruch“) hat er einen neuen Mitstreiter gefunden, der als Ideen-Motor, Spaß-Granate und Texter die entstandene Lücke neu definiert. Im September 2016 erschien mit „Doofgesagte Leben Länger“ das erste Album seit knapp 25 Jahren. Micro scheute sich lange davor, neue Songs aufzunehmen um das „schwierige Erbe“ nicht zu beschädigen. Doch als es gemeinsam an die Songwriting-Sessions ging, war aber schnell klar: „Das muss auf ‚ne Platte!“ Das Ergebnis sind sechzehn Tracks im typischen Tauben-Format, auf die die Fangemeinde viel zu lange warten musste. Ob selbstironisch und spaßig wie bei „Pieke“ oder bei der klaren politischen Positionierung „Nie wieder Pegida“, die Band präsentiert sich spielfreudig, frisch und unbekümmert jung geblieben. Und in Zeiten, in denen braunes Gesocks und AFD-Hirnis die Sprache ergreifen, ist es dringend nötig, ein musikalisches Statement dagegen zu setzen.

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